Allgemeines

Das soziale Netzwerk Twitter ging im März 2006 online und stellt seinen Nutzern ein Microblogging-System zur Verfügung. Dies bedeutet, dass anders als bei den gängigen Blogs die Nachricht auf lediglich 140 Zeichen beschränkt ist. Damit haben sich die Benutzer auf ein Minimum zu beschränken, wobei sie gefordert sind, derartige Beiträge häufiger abzufassen, um sich so der “Community” mitzuteilen.

Funktionsweise

Nach erfolgreicher (kostenloser) Anmeldung können nicht nur selbst sog. Twits geschrieben werden, sondern auch die Updates bestimmter Nutzer abonniert werden. Dies müssen nicht notwendigerweise Freunde oder Bekannte sein. Vielmehr haben sich bereits die Zeitungen “Welt” und “Focus”, sowie im englischsprachigen Raum der Sender CNN einen Account eingerichtet, über den sie beispielsweise Nachrichten kommunizieren können.

Wer Twits anderer Benutzer abonniert hat, kann diese entweder per Webinterface, SMS oder Nachricht in einem Chatprogramm empfangen und bleibt so auf dem neuesten Stand, was sich z.B. in seinem Freundeskreis tut. Auch mit einem Newsfeed können Interessierte die Updates Anderer mitverfolgen und ihnen sogar auf ihre Twits antworten. So sorgt Twitter für die Vernetzung der Personen, mit der Folge, dass sich z.B. Nachrichtenmeldungen wesentlich schneller verbreiten lassen, denn im Gegensatz zu anderen Medien lassen sich bei Twitter wie erwähnt verschiedene “Kanäle” für die Kommunikation nutzen.

Kritik

Besonders seitens der Datenschützer wird kritisiert, mit dem Microbloggingdienst würde die Privatsphäre der Nutzer zunehmend eingeschränkt, während fraglich bliebe, welchen konkreten Nutzen Andere aus den ständigen Updates ziehen sollten, die ein Benutzer auf der Plattform bereitstellt. Dem wird jedoch entgegengesetzt, dass Twitter etwa eine geeignete Oberfläche bereitstelle, um Kollaboration im Netz voranzubringen und zu vereinfachen. So ließen sich auch größere Gruppen von Personen ohne größeren Aufwand untereinander vernetzen, damit sie beispielsweise über die jeweiligen Projektfortschritte Bescheid wissen.

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